Behandlung

Allergien sind auf dem Vormarsch: Heute ist etwa jedes vierte Kind in Österreich von einer allergischen Erkrankung betroffen. Die unbeschwerte Kindheit mit Fußball, Familienausflügen durch den Wald und Picknicks im Grünen wird immer mehr zur Seltenheit.

Antihistaminika und Kortisonpräparate können dabei helfen, die Symptome vorübergehend zu lindern. Sie sind die Mittel der Wahl bei der Akut-Behandlung. Wer allerdings dauerhaft die Ursache der Allergie besiegen will, beginnt mit einer Hyposensibilisierung. Dabei werden dem Körper regelmäßig hochreine Allergene, also etwa Gräserpollen zugeführt, bis sich dieser an den Allergieauslöser gewöhnt hat und schließlich unempfindlich gegen das Allergen wird. Der Einsatz von vielen in Österreich erhältlichen Immuntherapie‐Präparaten führt nach Beendigung der Therapie zu einer länger anhaltenden Wirksamkeit, d.h. auch nach Therapieende.

 

Lange Zeit stellte die spezifische Immuntherapie gerade die jüngsten Heuschnupfen-Patienten vor eine Herausforderung: Die Allergene konnten oftmals nur per Spritze und natürlich nur von einem Arzt verabreicht werden. Inzwischen gibt es neben der Subkutanen Immuntherapie (SCIT) allerdings auch die Sublinguale Immuntherapie (SLIT) in Form einer schnell löslichen Tablette, bei der die Wirkstoffe bequem über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Ganz ohne Piksen und in den eigenen vier Wänden.

 

Mit der Sublingualen Immuntherapie (SLIT) kann bereits ab einem Alter von 5 Jahrenbegonnen werden. Für Kinder mit Gräserpollenallergie gibt es inzwischen auch die Immuntherapie in Tablettenform, die das Kind täglich einnimmt.

 

Je früher im Krankheitsverlauf man mit einer spezifischen Immuntherapie beginnt, desto größer sind die Erfolgsaussichten. Gleichzeitig wird so auch das Risiko minimiert, dass sichder Heuschnupfen zum allergischen Asthma weiterentwickelt beziehungsweise weitere Allergien nach sich zieht.